Das Planspiel

Planspiele für Uni, Schule und Beruf

Planspiele bieten die Möglichkeit komplexe Zusammenhänge selbst zu erarbeiten und in wirklichkeitsnaher Umgebung die unterschiedlichen Rollen einzunehmen. Planspiele werden sowohl an Schulen und Universitäten, aber auch in Unternehmen eingesetzt, um in einer bestimmten Lernumgebung neue Impulse zu setzen und Lerninhalte für alle Teilnehmer erfahrbar darzustellen.

Häufig gestellte Fragen zum Planspiel

Das Planspiel ist ein Lernverfahren, welches dem Lehrenden die Möglichkeit verschafft, im Rahmen des Spiels Entscheidungen innerhalb der eigenen Rolle zu treffen und die eigenen und fremde Entscheidungen im Nachgang durch quantifizierte Ergebnisse zu überprüfen.

Planspiele werden vor allem in Universitäten, aber auch in Unternehmen eingesetzt. In Universitäten erlauben die Planspiele unter anderem das Lernen von Handlungsoptionen in einem komplexen Wirkzusammenhang.

Das Planspiel erlaubt es den Teilnehmern Entscheidungen zur Lösungsfindung bei wirklichkeitsbezogenen Sachproblemen zu treffen. Diese Entscheidungen können allerdings im Anschluss diskutiert und überprüft werden, sodass die eigenen Handlungen reflektiert werden können.

Jedes Planspiel ist in unterschiedliche Phasen unterteilt. Es beginnt mit einem Briefing und einer oder mehrerer Spielphasen und endet mit einer Reflexionsphase, in welcher die Handlungen und Entscheidungen im Spiel überprüft und diskutiert werden.

Planspiele erlauben es komplexe Zusammenhänge aus vielen Perspektiven zu beleuchten. Sie geben den Teilnehmern Einblicke in diese und erlauben den Wissenstransfer über die eigene Rolle hinweg.

Neben dem eigentlichen Szenario und den Rollen müssen vor allem die Spielregeln des Planspiels klar definiert werden. Nur so können die Teilnehmer innerhalb eines vorgefertigten Rasters interagieren.

Wenn sich die Teilnehmer nicht an die Rollen oder die vorgegebenen Regeln des Planspiels halten, ist dessen Sinn nicht mehr gegeben. Grundlage beim Planspiel ist die aktive Teilnahme aller Teilnehmer innerhalb der vorgegebenen Möglichkeiten.

Definition: Das Planspiel

Das Planspiel ist ein interaktives Spiel, welches vor allem in Universitäten in den unterschiedlichen Fachbereichen eingesetzt wird. Das Planspiel basiert auf einer Simulation des wirklichen Lebens, bei welcher die Teilnehmer die unterschiedlichen Rollen übernehmen und in diesen Rollen Entscheidungen treffen müssen.

Das Planspiel erlaubt es den Teilnehmern in einer risikofreien Umgebung das bisher nur theoretische Wissen in einer realen Umgebung einzusetzen und für die eigenen Entscheidungen Feedback zu erhalten. Häufige Ziele der Planspiele sind unter anderem die Verbesserung der Entscheidungsfindung und der Problemlösung, aber auch eine Verstärkung der Teamarbeit, da oftmals die Rollen in Kleingruppen vergeben werden.

Das Planspiel & seine Vorteile

Im universitären Umfeld können Planspiele in vielen unterschiedlichen Fachbereichen eingesetzt werden. Dabei profitieren sowohl die Studenten als auch die Lehrenden von den Planspielen, da die Ergebnisse des Planspiels in großer Runde ausdiskutiert werden. Studenten profitieren enorm vom direkten Feedback auf die eigenen Entscheidungen und können zudem die Ergebnisse der eigenen Handlungen direkt sehen.

Somit lassen sich Handlungswege und Handlungsoptionen in einer risikofreien Umgebung testen, was im späteren Berufsleben das Risiko von Fehlentscheidungen senken kann. Planspiele werden, wie bereits erwähnt, in den verschiedenen Fachbereichen erfolgreich eingesetzt.

Beispiele solcher Planspiele in den verschiedenen Fachbereichen sind:

  • Betriebswirtschaft und Management: Business Manager, Factory oder Global Strategy
  • Projektmanagement: Wasser Marsch!, Teambuilding,
  • Bankwirtschaft: Bank Emotion, Inside Retail Banking, Fit for Rating

Varianten des Planspiels

Das Planspiel lässt sich in beinahe unendlich vielen Varianten ausführen und spielen. Dabei können unter anderem unterschiedliche Medien zum Einsatz kommen. Dabei werden im deutschsprachigen Raum aktuell rund 400 verschiedene Planspiele unterschieden.

Allerdings gibt es aufgrund der möglichen Kombinationen der verschiedenen Varianten die Möglichkeit, beinahe unendlich viele unterschiedliche Planspiele zu konzeptionieren. Die einzelnen Varianten unterteilen sich in das Spielmedium, das Bezugssystem, die tutorielle Begleitung und das soziale Arrangement im Planspiel.

Das Spielmedium

Das Spielmedium im Planspiel ist wichtig, um die Möglichkeiten der Spielumgebung zu definieren. Neben dem konventionellen Planspiel auf Wettbewerbs-Ebene in direkter Kommunikation gibt es auch weitere Varianten. Beliebt und häufig genutzt sind PC-gestützte und interaktive Planspiele oder interaktive Online-Planspiele. Auch das Planspiel auf der Basis von Formularen ist möglich und in vielen Bereichen wichtig.

Planspiel Spielmedium

Das Bezugssystem

Das Bezugssystem definiert, welche Ziele mit dem Planspiel erreicht werden sollen. Unterschieden wird zwischen den Unternehmensplanspielen, den Funktionsplanspielen, den Branchen-Planspielen, den Rollen-Planspielen und den frei gestaltbaren Planspielen.

Je nach Fachbereich und Schwerpunkt können unterschiedliche Bezugssysteme vom Dozenten gewählt werden. Der Realitätsbezug zum Studieninhalt und zum Studienfach sollte in jedem Fall beim Planspiel gewahrt bleiben. Die Ausgestaltung der verschiedenen Fragestellungen kann durch den Dozenten, aber auch in Gruppenarbeit mit den Studierenden erfolgen.

Planspiel Bezugssystem

Die tutorielle Begleitung

Auch die Begleitung der Planspiele ist von entscheidender Bedeutung. Je besser das Planspiel begleitet wird, umso eher werden die Regeln eingehalten und umso einfacher lassen sich offene Fragen klären. So wird unterschieden zwischen trainergeführten Planspielen und Planspielen ohne Trainer.

Eine moderne Alternative im Planspiel sind Online-Tutorials, welche vor allem bei den computergestützten Planspielen von Bedeutung sind. In der Lehre werden in der Regel trainergeführte Planspiele durchgeführt, da nur bei diesen ein umfassendes Briefing der Studenten und Teilnehmer sicher ermöglicht wird. Dies kann allerdings durch schriftlich fixierte Regeln und klare Handlungsanweisungen ergänzt werden.

Planspiel Tutor

Das soziale Arrangement

Das soziale Arrangement beim Planspiel kann sich ebenfalls erheblich unterscheiden. Oftmals ist dieses jedoch von der Größe der Lernveranstaltung abhängig. Kleinere Veranstaltungen mit wenigen Teilnehmern erlaube individuelle Planspiele mit Einzelentscheidungen, während große Gruppen vor allem Gruppen-Planspiele realistisch werden lassen.

Auch hierbei ist zu unterscheiden, ob die Gruppen parallel miteinander spielen oder ob zwischen den Gruppen und den Rollen ein Wettbewerb herrschen soll. Auch dies kann den Verlauf des Planspiels und dessen Ausgestaltung nachhaltig beeinflussen.

Planspiel sozialer Aufbau

Der typische Ablauf des Planspiels

Bei der Durchführung des Planspiels gibt es, abhängig vom Fachbereich und der Fragestellung, durchaus Unterschiede. In seinen Grundzügen unterscheidet sich das Planspiel in den unterschiedlichen Konstellationen jedoch kaum voneinander. Die drei Hauptphasen sind bei praktisch allen Planspielen gleich und können als Grundmuster übernommen werden.

Die Vorbereitung

In der Vorbereitungsphase werden die Teilnehmer am Planspiel vom Anleiter gebrieft. Die Spieler werden mit ihren Rollen im Planspiel vertraut gemacht und es werden die Spielregeln verdeutlicht. Dies kann sowohl schriftlich als auch mündlich geschehen, auch wenn die Verschriftlichung der Regeln im Normalfall zu bevorzugen ist. Zudem werden die Rahmenbedingungen des Planspiels genauer definiert. So werden der Anlass des Spiels, aber auch das Ziel des Spiels den Teilnehmern bekanntgegeben.

Die einzelnen Interessenspositionen werden ebenfalls in der Vorbereitung ermittelt, sodass jeder Teilnehmer im Planspiel eine passende Rolle übernehmen kann. Sind all diese Vorbereitungen abgeschlossen – dies kann durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen – wird der Beginn des Planspiels initiiert.

Die Spielphasen

Da an Universitäten oftmals komplexe Planspiele erarbeitet werden, hat sich die Nutzung von zwei Spielphasen etabliert. So kann das Planspiel deutlich umfangreicher angelegt und effektiver betrieben werden.

1. Spielphase:

In der ersten Spielphase arbeiten sich die Teilnehmer in ihre Rollen ein und entwickeln erste Strategien. Es werden neue Informationen beschafft, welche als Basis für die eigenen Handlungen im Planspiel dienen können. Oftmals endet die erste Spielphase mit einer neuen Vorbereitungsphase, in welcher offene Fragen der Teilnehmer abgeklärt werden können.

2. Spielphase:

In dieser Spielphase findet das eigentliche Planspiel statt. Die Teilnehmer sind in ihren Rollen und handeln im Rahmen der festgelegten Spielregeln und entsprechend der eigenen Strategie. Der Spielleiter, in der Regel der Dozent, hält sich beim Planspiel im Hintergrund und nimmt eine rein beobachtende Rolle ein. Die Spielphase im Planspiel endet entweder nach einer festgelegten Dauer oder beim Erreichen vorher definierter Ziele einzelner Mitspieler. Je nach Komplexität kann das Planspiel durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die Reflexionsphasen

Nach dem Ende der Spielphasen werden sowohl das Spiel als auch der Verlauf des Spiels analysiert. Dieser Punkt zeichnet das Planspiel aus, da hier unter anderem Strategien für Verhaltensänderungen erreicht werden können. Die Reflexion unterteilt sich in zwei unterschiedliche Bereiche. Zum einen wird das Planspiel an sich überprüft. Es wird unter anderen geprüft, wie wirklichkeitsnah das Planspiel aufgebaut war und wie sich der Wissenstransfer vom Planspiel zur Wirklichkeit realisieren lässt. Dies ist wichtig, da an das durchgeführte Planspiel weitere Planspiele und Spielphasen angeschlossen werden können. Somit lassen sich auch hochkomplexe Fragestellungen effektiv beantworten.

Der zweite Bereich der Reflexion betrifft die Teilnehmer. Denn beim Planspiel kommt es auch auf deren Erlebnis und deren Erfolg an. Mögliche Fragestellungen in diesem Bereich sind:

  • Wie hast Du dich im Planspiel gefühlt?
  • Wie gut bist Du in der Rolle aufgegangen?
  • Was hast Du aus Deinen Handlungen gelernt?
  • Wie sind Planspiel und Realität verknüpft?
  • Welche Zusammenhänge hast Du erkannt?
  • Wie geht es im Rahmen des Planspiels weiter?
  • Was wäre gewesen, wenn Du andere Entscheidungen getroffen hättest?
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